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1. Ergebnisbericht – Sicherheit und Kriminalität in Deutschland 2024

Eine Einordnung und detailliertere Ausführung der dargestellten Ergebnisse lässt sich dem am 20.04.2026 veröffentlichten Ergebnisbericht SKiD 2024 entnehmen. Ebenso sind über die Inhalte des Dashboards hinaus im Ergebnisbericht auch Kennwerte zu Partnerschaftsgewalt und vorurteilsgeleiteter Gewalt, dem Sicherheitsgefühl und Kriminalitätsfurcht in der Bevölkerung enthalten. Der Bericht kann hier heruntergeladen werden.

Die Ergebnisse der ersten Erhebungswelle können dem Ergebnisbericht „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland – SKiD 2020; Bundesweite Kernbefunde des Viktimisierungssurvey“ entnommen werden.

2. Eigentums- und Vermögensdelikte

Bei der Abfrage von Betroffenheit durch Eigentums- und Vermögensdelikte ist Kfz-Beschädigung die am häufigsten berichtete Einzelstraftat mit 9 %.

Fast jede fünfte Person (18 %) war in 2023 von Cyberkriminalität betroffen. Bei Datenmissbrauch im Internet (+2,1 Prozentpunkte auf 8,2 %), Angriff auf das Onlinebanking (+1,2 Prozentpunkte auf 3,2 %) und Waren- oder Dienstleistungsbetrug im Internet (+1,2 Prozentpunkte auf 8,7 %) stieg die Betroffenheit.

12,7 % erlebten Diebstahl in irgendeiner Form, 10 % Sachbeschädigung und 12,6 % der Bevölkerung wurden Opfer eines Betrugsdelikts, insbesondere durch Waren- oder Dienstleistungsbetrug im Internet.

Statistisch bedeutsame Veränderungen ergeben sich neben dem Waren- oder Dienstleistungsbetrug und dem Datenmissbrauch im Internet außerdem beim sonstigen Diebstahl, bei Taschendiebstahl, bei Sachbeschädigung (nicht an Kfz), bei Angriffen auf das Onlinebanking sowie bei Betrug durch falsche Identität. Die Steigerung bewegt sich hier je nach Delikt zwischen 0,6 und 1,5 Prozentpunkten.

Hinsichtlich der Anzeigequoten unter den erhobenen Eigentums- und Vermögensdelikten lässt sich beobachten, dass Online-Delikte vergleichsweise selten zur Anzeige gebracht werden und das Dunkelfeld im Bereich Cybercrime somit relativ groß ist. Unter allen erhobenen Eigentums- und Vermögensdelikten im Internet wurde jeweils weniger als ein Drittel der Straftaten angezeigt. Statistisch bedeutsame Veränderungen gegenüber 2020 zeigten sich hier jedoch keine. Bei den Eigentums- und Vermögensdelikten außerhalb des Internets gab es nur bei einem Delikt eine statistisch nachweisbare Veränderung: Die Anzeigequote für versuchte Einbrüche sank um 10 Prozentpunkte auf 47,9 %.

Eine hohe Anzeigequote weisen Kfz-Diebstahl (92,8 %) und vollendeter Wohnungseinbruchdiebstahl (87,4 %) auf.

2.1 Prävalenzraten für Eigentums- und Vermögensdelikte 2024 und 2020 (Einzeldelikte)

Die Daten befinden sich in der Tabelle darunter

Nachfolgend alternativ als Tabelle:

WelleDeliktKennwertPunktschätzerKonfidenzintervall UntergrenzeKonfidenzintervall ObergrenzeFallzahlen
2020Kfz-BeschädigungPrävalenzrate
2024Kfz-BeschädigungPrävalenzrate9,08,49,754392
2020Waren-/Dienstleistungsbetrug onlinePrävalenzrate7,56,98,145351
2024Waren-/Dienstleistungsbetrug onlinePrävalenzrate8,78,29,354392
2020Datenmissbrauch im InternetPrävalenzrate6,15,66,745351
2024Datenmissbrauch im InternetPrävalenzrate8,27,68,854392
2020FahrraddiebstahlPrävalenzrate
2024FahrraddiebstahlPrävalenzrate5,75,16,454392
2020sonstiger DiebstahlPrävalenzrate3,12,83,545351
2024sonstiger DiebstahlPrävalenzrate4,64,25,154392
2020TaschendiebstahlPrävalenzrate3,32,93,745351
2024TaschendiebstahlPrävalenzrate4,13,74,554392
2020Vers. WohnungseinbruchdiebstahlPrävalenzrate3,43,03,845351
2024Vers. WohnungseinbruchdiebstahlPrävalenzrate3,83,44,354392
2020Infizierung mit ComputervirenPrävalenzrate3,43,03,945351
2024Infizierung mit ComputervirenPrävalenzrate3,53,13,954392
2020Sachbeschädigung (nicht Kfz)Prävalenzrate2,72,43,045351
2024Sachbeschädigung (nicht Kfz)Prävalenzrate3,43,03,854392
2020Angriff OnlinebankingPrävalenzrate2,01,72,345351
2024Angriff OnlinebankingPrävalenzrate3,22,83,754392
2020Betrug durch falsche IdentitätPrävalenzrate1,51,31,945351
2024Betrug durch falsche IdentitätPrävalenzrate2,11,82,554392
2020Waren-/Dienstleistungsbetrug offlinePrävalenzrate1,71,42,045351
2024Waren-/Dienstleistungsbetrug offlinePrävalenzrate1,91,62,354392
2020Vollend. WohnungseinbruchdiebstahlPrävalenzrate1,61,41,945351
2024Vollend. WohnungseinbruchdiebstahlPrävalenzrate1,61,41,954392
2020Betrug durch GewinnspielPrävalenzrate
2024Betrug durch GewinnspielPrävalenzrate1,20,91,554392
2020sonstiger Betrug onlinePrävalenzrate
2024sonstiger Betrug onlinePrävalenzrate1,10,91,454392
2020sonstiger Betrug offlinePrävalenzrate
2024sonstiger Betrug offlinePrävalenzrate0,90,81,154392
2020Kfz-DiebstahlPrävalenzrate
2024Kfz-DiebstahlPrävalenzrate0,50,40,654392

Hinweis: Abweichend zu den oben gezeigten Auszügen aus dem Bericht werden im Dashboard Wohnungseinbruch ohne Diebstahl und Versuchter Wohnungseinbruch getrennt aufgeführt. Im Bericht werden die beiden Delikte zusammengefasst als versuchter Wohnungseinbruchdiebstahl präsentiert.

3. Gewalt- und Sexualdelikte

14 % der Bevölkerung erlebten verbale Gewalt außerhalb des Internets. Die Betroffenheit von verbaler Gewalt im Internet stieg um 1,2 Prozentpunkte auf 6,1 % an. Männer waren häufiger von verbaler Gewalt betroffen als Frauen und neigten auch häufiger dazu, Anzeige für Taten außerhalb des Internets zu erstatten.

Die Betroffenheit von Körperverletzungen stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 2,6 %, wobei Männer häufiger betroffen waren als Frauen. Die Anzeigequote für Körperverletzungen durch eine Person mit Waffe sank stark (-27,5 Prozentpunkte auf 32,9 %). Für Männer reduzierte sich zudem die entsprechende Anzeigeneigung im Zeitvergleich.

Der Anteil der Personen, die Raubdelikte erlebt haben, stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 1,0 %. Die Betroffenheit von Männern und Frauen unterschied sich nicht nachweisbar.

7,1 % der Bevölkerung erlebten sexuelle Belästigung, wobei Frauen häufiger betroffen waren als Männer. Die Anzeigequote für Taten außerhalb des Internets lag bei 2,3 % und innerhalb des Internets bei 1,7 %. Ebenso wie hinsichtlich der sexuellen Belästigung im Internet konnten auch für andere Cybercrime-Delikte niedrige Anzeigequoten festgestellt werden, wie etwa 1,4 % für persönliche Beleidigung im Internet und Gewaltandrohung online (2,5 %).

Die vergleichsweise höchsten Anzeigequoten unter den Gewalt- und Sexualdelikten wurden bei Körperverletzungen durch mehrere Personen mit Waffe (63,2 %) und Raub (40,3 %) angegeben.

3.1 Prävalenzraten für Gewalt- und Sexualdelikte 2024 und 2020 (Einzeldelikte)

Die Daten befinden sich in der Tabelle darunter

Nachfolgend alternativ als Tabelle:

WelleDeliktKennwertPunktschätzerKonfidenzintervall UntergrenzeKonfidenzintervall ObergrenzeFallzahlen
2020Beleidigung offlinePrävalenzrate45351
2024Beleidigung offlinePrävalenzrate12,912,213,754392
2020Beleidigung onlinePrävalenzrate4,64,25,245351
2024Beleidigung onlinePrävalenzrate5,24,75,854392
2020Verbale sexuelle Belästigung offlinePrävalenzrate45351
2024Verbale sexuelle Belästigung offlinePrävalenzrate4,84,45,354392
2020Gewaltandrohung offlinePrävalenzrate3,32,93,645351
2024Gewaltandrohung offlinePrävalenzrate4,64,15,154392
2020Körperliche sexuelle BelästigungPrävalenzrate45351
2024Körperliche sexuelle BelästigungPrävalenzrate3,02,73,454392
2020Gewaltandrohung onlinePrävalenzrate1,61,31,945351
2024Gewaltandrohung onlinePrävalenzrate3,02,53,554392
2020Verbale sexuelle Belästigung onlinePrävalenzrate45351
2024Verbale sexuelle Belästigung onlinePrävalenzrate2,92,63,354392
2020Körperverletzung, eine Person ohne WaffePrävalenzrate1,41,11,745351
2024Körperverletzung, eine Person ohne WaffePrävalenzrate1,81,52,154392
2020RaubPrävalenzrate0,60,40,845351
2024RaubPrävalenzrate1,00,81,254392
2020Körperverletzung, eine Person mit WaffePrävalenzrate0,50,40,645351
2024Körperverletzung, eine Person mit WaffePrävalenzrate0,70,50,954392
2020Körperverletzung, mehrere Personen ohne WaffePrävalenzrate0,80,61,045351
2024Körperverletzung, mehrere Personen ohne WaffePrävalenzrate0,70,50,954392
2020Körperverletzung, mehrere Personen mit WaffePrävalenzrate0,50,30,645351
2024Körperverletzung, mehrere Personen mit WaffePrävalenzrate0,60,40,854392
2020Vergewaltigung, Zwang zu sex. HandlungenPrävalenzrate45351
2024Vergewaltigung, Zwang zu sex. HandlungenPrävalenzrate0,40,30,554392